Erich Paus
Das Wohl des Volkes ist das oberste Gesetz.
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Der EU-Vertrag verfaßt Europa als Despotie. Er ist Werk einer faschistischen Verschwörung hochgefährlicher antidemokratischer Zersetzer, Saboteure und Geisteskranker. Merkel, Sarkozy, Cohn-Bendit, Schulz, Pöttering,.... betätigen sich als Zuarbeiter dieser Verbrecherbande.

Politik_Sinn

Anmerkungen, Notizen und Nachdenkenswertes
zur Gefährlichkeit des 6-Punkte-Programms
von Prof. Hans-Werner Sinn für unsere
Hochzivilisation. Quellen:
"6-Punkte-Programm für die Gesundung
der deutschen Wirtschaft",
Quintessenz aus seinem Buch
"Ist Deutschland noch zu retten?"

Bad Schwalbach, den 29.10.2004:

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             Alles, was das Wohl des Volkes fördert,
                 fördert auch seine Wirtschaft.
                    Die Umkehrung ist falsch:
      Man kann die Wirtschaft fördern auf Kosten des Volkes.
                        (EP, 21.11.2006)

                         _______________ 


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 Ist Deutschland noch zu retten?
 von Prof. Hans-Werner Sinn,
 ISBN  3-430-18533-5

 6-Punkte-Programm für die Gesundung der deutschen Wirtschaft
 Quintessenz aus dem Buch "Ist Deutschland noch zu retten?"
 von Prof. Hans-Werner Sinn, ISBN  3-430-18533-5;
 IFO-Pressemitteilung vom 15.10.2003

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 Die Lemminge rasen auf den Abgrund zu;
 unbeeindruckt, empfindungslos;
 die Richtung gibt die Richtung vor

 Die Kur war die Ursache der Krankheit, die sie bekämpfen sollte.
 Die Roßkur beschleunigt das Sterben.

 Volkswirtschaft ist mehr als die Summe ihrer Betriebswirtschaften.



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 Erwiderung zum 6-Punkte-Programm
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 Erich Paus,  29.06.2004
              10.07.2004, 10:30:
              29.10.2004

 Die 6 Punkte dort reduzieren die Lösung des deutschen Problems
 auf die Verringerung der Einkommen der Arbeitnehmer.

 Zum besseren Verständnis meiner Erwiderung schicke ich einige
 Bemerkungen zum Begriff der Produktivität, der Leistungsfähigkeit
 einer Volkswirtschaft voraus:

 Produktivität ist der Wert, der pro eingesetzter Arbeitszeit
 generiert wird : Produktivität = Wert / Arbeitszeit
 Produktivität ist insofern ein Leistungsbegriff.

 Die Leistungsfähigkeit einer Volkswirtschaft erkennt man
 an dem Verhältnis der gesamten Wertschöpfung zur gesamten
 darauf verwendeten menschlichen Arbeitszeit.

 Aus diesem Produktiviätsbegriff ergibt sich mit
 hoher Produktivität großer Wohlstand, mit
 niedriger Produktivität geringer Wohlstand.

 Verwendet man als Produktiviätsbegriff jedoch das
 Verhältnis von geschaffenen Werten zu den Einkommen -
 Produktivität = Wert / Einkommen - so läßt er sich nicht
 mehr zur Beurteilung der Leistungsfähigkeit einer
 Volkswirtschaft verwenden. Ein Billiglohnland hätte dann 
 nämlich ebenfalls eine hohe Produktivität, obgleich die
 Menschen dort bitterarm und ihre Volkswirtschaft
 leistungsschwach wäre und keinen hohen Wohlstand
 generieren könnte.

 Dieser letztere Produktivitätsbegriff mit seinem so
 winzigen Unterschied zu Ersterem suggeriert außerdem,
 dass das Heil in Billigstlöhnen und -einkommen liegt.
 Er wird damit zur Quelle von Niedergang und tödlicher
 Massenverarmung.
 Erst die Rückkehr zu ersterem Produktivitätsbegriff als
 volkswirtschaftlichem Erfolgsmaßstab erlaubt die Rückkehr
 zur Weiterentwicklung unserer Hochzivilisation.

 Nach diesen Ausführungen zur Produktivität die Erwiderungen
 zu den 6 Punkten von Prof. Sinn:



Argument:

 "1. Die Tarifpartner streben neue Tarifverträge mit
 42 Stunden Arbeitszeit bei gleichem Lohn an. Sie vereinbaren
 die Mitbeteiligung der Arbeitnehmer im Austausch gegen einen
 Lohnverzicht. Der Staat erleichtert diese Änderungen durch
 eine flankierende Gesetzesinitiative, durch die unter anderem
 die Mitbeteiligung der nachgelagerten Besteuerung unterworfen
 wird."

Erwiderung:

 Statt Produktivität durch viel Arbeit, ist sie durch
 Investition in bessere Werkzeuge zu erhöhen. Schließlich
 läßt sich die Arbeitszeit nicht beliebig erhöhen und die
 Einkommen bei einer bestimmten Dichte nicht beliebig
 verringern. Letztendlich muss also doch investiert werden.
 Warum also nicht gleich? Warum erst dann, wenn man seine
 absoluten Grenzen erreicht hat?
 Dann ist nämlich auch nicht mehr genug Kapital verfügbar zum
 investieren.
 Dann bleibt nur noch Abtreten, also Abwandern oder Sterben.
 Betriebswirtschaflich günstige Niedriglöhne führen zu
 volkswirtschaftlich schädlicher Niedrigtechnologie,
 das Gegenteil von Hochzivilisation.



Argument:

 "2. Die Tarifkartelle werden aufgelöst, indem der Gesetzgeber
 den Tarifparteien die Pflicht auferlegt, in ihren
 Tarifverträgen Öffnungsklauseln zu berücksichtigen, die die
 Möglichkeit freiwilliger betrieblicher Vereinbarungen mit
 niedrigeren Löhnen bieten. Angesichts der sich in jüngster
 Zeit dramatisch beschleunigenden Zahl der Insolvenzen ist
 dies eine notwendige Sofortmaßnahme zur Abwendung größeren
 Unglücks. Der gesetzliche Kündigungsschutz ist ungeachtet
 der Betriebsgröße für alle neuen Arbeitsverträge abzuschaffen."

Erwiderung:

 Wenn der Lohndruck ganz von den Arbeitgebern genommen wird,
 werden sie gar nichts mehr investieren, sondern darauf
 warten, dass die Löhne weitersinken. Das haben sie
 jedenfalls in den letzten Jahren so gehandhabt und haben
 dies mit immer neuen Zuwanderern auch gewährt bekommen.
 Deshalb wurde mit jedem Einwanderer auch direkt ein
 Arbeitsloser erzeugt und von dieser Arbeitslosigkeit wurden
 dann  im Laufe der Zeit 1,2 Billionen Euro aufgefressen,
 die damit natürlich für Investitionen entfielen. Gleichzeitig
 führte der Billiglöhner zu Niedergang durch
 Investitionsvermeidung.  
 Interessant wäre, zu erfahren, in welchem Maße Niedriglöhne
 gepaart mit unterlassenen Investitionen von Unternehmen,
 in die Pleite führen.



Argument:

 "3. Die deutsche Krankheit ist die Massenarbeitslosigkeit
 unter den geringQualifizierten, die so in keinem anderen
 OECD-Land zu beobachten ist. Zu ihrer Bekämpfung bedarf es
 einer Reform des Sozialhilfesystems und des neuen
 Arbeitslosengeldes II im Sinne der Aktivierenden Sozialhilfe
 des ifo Instituts. Ungeachtet der Zumutbarkeit muss gelten:
 Wenn Erwerbsfähige nicht arbeiten, wird die Sozialhilfe um
 ca. ein Drittel gekürzt. Im Ausgleich erlaubt der Staat
 großzügige Hinzuverdienstmöglichkeiten, wenn einer
 Beschäftigung nachgegangen wird. Außerdem zahlt er
 Lohnzuschüsse im Niedriglohnsektor. Um sicherzustellen, dass
 Jobs verfügbar sind, bieten die Kommunen Leiharbeitsverhältnisse
 an, die zu einem Lohn in Höhe der heutigen Sozialhilfe
 bezahlt werden. Der Sozialstaat verliert durch diese
 Maßnahmen seine Rolle als Konkurrent der privaten Wirtschaft
 auf den Arbeitsmärkten. Die Löhne werden im Niedriglohnbereich
 fallen, und deshalb werden neue Stellen geschaffen. Gesetzliche
 Mindestlohnschranken, wie sie im SPD-Kompromiss enthalten sind,
 würden diese Wirkung verhindern."

Erwiderung:

 Die im Verhältnis zu anderen OECD-Staaten hohe
 Arbeitlosigkeit der gering qualifizierten rührt von der 
 kriminellen Einwanderungspolitik unseres politischen
 Führungssystems her und hätte eigentlich
 zur Forderung nach einem Einwanderungsstop für diese
 Menschen führen müssen. Darüberhinaus ist ein
 Einwanderungsstop zu fordern für alle, die aufgrund ihrer
 geringen materiellen wie auch immateriellen Kapitalbasis nicht
 mindestens sich selbst als auch den durch sie Freigestellten
 ernähren können als auch nichts zur Kultur einer
 Hochzivilisation beitragen können.



Argument:

 "4. Der Zuwanderungsmagnet Sozialstaat wird abgeschaltet.
 Zuwanderer werden erst nach einer Wartefrist von einigen
 Jahren vollständig in das Sozialsystem integriert. Die
 EU-Verfassung wird so verändert, dass keine Sozialunion in
 Europa errichtet wird. Eine Sozialunion würde eine
 Massenarbeitslosigkeit für die schwächeren Regionen Europas
 bedeuten."

Erwiderung:

 Hier stimme ich mit Hans Werner Sinn überein:
 Keine Zuwanderung, nie und nimmer, auf Grund
 - der zunehmenden Kosten unserer Resourcenbereitstellung wegen
   - der zunehmenden Entropie unserer Resourcengewinnung
   - der zunehmenden Konkurrenz an den Resourcenquellen
 - der Beschränktheit der Müllsenken, das Problem der
   Müllentsorgung
   - für festen, flüssigen und gasförmigen Müll
   - für Materie-, Energie und Informations-Müll



Argument:

 "5. Weitere Steuersenkungen bei den Tarifen der Einkommen-,
 Körperschaft- und Gewerbesteuer sind erforderlich. Das
 ifo-Modell sieht nur noch drei Stufen vor mit Grenzsteuersätzen
 von 15%, 25% und 35%, alles inklusive Solidaritätszuschlag.
 Die Unternehmen zahlen 25% Einkommenoder Körperschaftsteuer
 plus 10% Gewerbesteuer. Tatsächliche und rechnerische
 Zinseinkommen der Haushalte und Unternehmen werden gemäß
 der Dualen Einkommensteuer, wie sie in den skandinavischen 
 Ländern praktiziert wird, nur noch mit einem Steuersatz von
 20% belegt."

Erwiderung:

 Es sind die Steuern zu zahlen, die erforderlich sind, damit
 der Staat schuldenfrei wirtschaften kann.
 Die Steuerlast des Einzelnen muss proportional zu
 seinem persönlichen Nutzen, also Einkommen, sein.
 Aus Gründen der Effizienz muss das Besteuerungssystem
 einfach sein. Schließlich muss es ja von allen Menschen
 und Organisationen der Volkswirtschaft nachvollzogen werden.
 Also ein einziger Steuersatz für alle(!) Einkommen und ein
 Freibetrag, der sich an dem Grundbedarf der Menschen
 orientiert, die von diesem Einkommen leben.
 Schuldenfinanzierte Steuersenkungen werden nur unseren
 Kindern aufgehalst. Statt investiert wird das gewährte
 Steuergeschenk ins Ausland transferiert.


 
Argument:

 "6. Die Rentenentwicklung wird gemäß dem Vorschlag der
 Herzog-Kommission durch eine Fixierung des Beitragssatzes
 und des Bundeszuschusses gedeckelt. Zugleich wird eine
 Kinderrente für alle Eltern eingeführt, die nach der
 Einführung dieser Rente Kindererziehungszeiten aufweisen
 können. Kinderlose werden statt dessen verpflichtet, zum
 Ausgleich eine Riester-Rente anzusparen."

Erwiderung:

 Anstatt komplizierter Rentenverrenkungen würde es genügen,
 alle(!) Einkommen an der Rente zu beteiligen, also auch die
 Einkommen der Beamten und Besserverdiener. Die Entscheider
 und guten Beitragszahler als auch die Beamtenschaft würden
 dann von allein dafür sorgen, dass unsere Nation nicht in
 Schieflage geriete und damit ihre eigenen Rentenansprüche
 entwertet würden.
 Jeder Zuschuss ist zu streichen.
 Die Aktiven finanzieren die Ruheständler.
 Und die Aktiven sorgen dafür, dass ihnen die nächste
 Generation Aktiver, ihre Kinder, den Ruhestand finanzieren
 kann. Man sollte vielleicht den Rentensatz des Einkommens
 fixieren.
 Was mit Sicherheit die Renten sichert, ist eine alle
 anderen Nationen bzw. Volkswirtschaften überragende
 volkswirtschaftliche Leistungsfähigkeit, Effizienz.
 Und wenn wir ärmer werden, dann werden alle gemeinsam ärmer.
 Und die Unterlassungen der Vorgeneration macht sie als
 Rentnergeneration zum abschreckenden Beispiel für die aktive
 Generation.



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 Ergänzende Argumente und Erwiderungen, Präzisierungen, Erläuterungen
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Argument:

 "Die Produktivität der Gesamtwirtschaft steigt durch
 Niedriglöhne, weil bei gegebener Bevölkerung mehr produziert
 wird. Die Produktivität der Betriebe fällt, weil minder
 produktive Menschen auch produzieren. Dies ist sicher kein
 Verlust an Hochzivilisation."


Erwiderung:

 08.07.2004, Erich Paus

 Wenngleich die "Produktivität der Gesamtwirtschaft", also
 das gesamte Volumen der produzierten Werte einer
 Volkswirtschaft tatsächlich auch ein Leistungsbegriff ist
 so ist dieser dennoch kein geeignetes Maß für die Bewertung
 der Leistungsfähigkeit einer Volkswirtschaft im Vergleich
 zu anderen Volkswirtschaften.
 Das erhöhte Produktionsvolumen resultiert aus entsprechender
 Mehrarbeit und die kommt aus dem  Verarmungsdruck.
 Es repräsentiert von daher weder Wohlstand noch mehr Leistung,
 sondern nur mehr Arbeit bzw. Volumen.

 Die Minderung Produktivität der Betriebe ist aus
 volkswirtschaftlichen Gründen untragbar, wie ich später
 ausführen werde. Dort leite ich auch den Verlust an
 Hochzivilisation her.

 Um einen Leistungsbegriff zu erhalten, der sich als
 Steuerungs- und Vergleichsgröße für eine Volkswirtschaft
 eignet, schicke ich als Beispiel die Produktion eines
 Eisenbahnpuffers voraus, jedoch ohne historische Korrektheit,
 nur zur Veranschaulichung:

 um 1600 : Es sind sind zu seiner Produktion 1.000.000
           Hammerschläge eines Schmiedes von je zwei Sekunden
           notwendig um ihn herzustellen.

 um 1850 : Es sind hier 10.000 Schläge von je zwei Sekunden
           eines wasserkraftbetriebenen Hammers erforderlich.
           Die Produktion verläuft hier bereits 100-mal
           schneller.  

 um 2004 : Eine Schmiedepresse produziert den Eisenbahnpuffer
           mit einem Schlag der Länge von 2 Sekunden, wobei
           sie vielleicht noch drei weitere Puffer mit diesem
           Schlag herstellt.

 Die verschiedenen Fälle sind repräsentativ für verschiedene
 Zivilisationsgrade, niedrig, mittel, hoch, entsprechend
 Niedrigzivilisation, Mittelzivilisation, Hochzivilisation.
 Der Grad der Zivilisierung drückt sich aus durch das Volumen
 der Werkzeug- und Maschinennutzung, und die damit einhergehende
 Leistungsfähigkeit bzw. Wertschöpfungsfähigkeit des einzelnen
 Beschäftigten in der ihm zur Verfügung stehenden Zeit.
 Hierin drückt sich die zivilisatorische Über- oder
 Unterlegenheit aus. Die produzierende Person ist im
 letzten Fall 1.000.000-mal leistungsfähiger als im ersten.
 Und bei Betrachtung aller Bereiche der Volkswirtschaft
 drückt sich in der Summe dieser Einzelleistungsfähigkeiten
 die Leistungsfähigkeit unserer gesamten Volkswirtschaft aus.
 Die Leistungsfähigkeit L der Volkswirtschaft ist also das
 Verhältnis von der Summe der geschaffenen Werte W zur
 Summe der Arbeitszeiten(!) Z aller Beschäftigten.

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 *                                                              *
 *       Summe aller geschaffenen Werte einer Volkswirtschaft   *
 *   L = ----------------------------------------------------   *
 *       Summe aller Arbeitszeiten der Mitglieder des Volkes    *
 *                                                              *
 *        W                                                     *
 *   L = ---                                                    *
 *        Z                                                     *
 *                                                              *
 *   mit                                                        *
 *                                                              *
 *   L = Volkswirtschaftliche Leistungsfähigkeit                *
 *     = Volkswirtschaftliche Effizienz                         *
 *   W = Summe aller geschaffenen Werte einer Volkswirtschaft   *
 *   Z = Summe aller Arbeitszeiten der Mitglieder des Volkes    *
 *                                                              *
 ****************************************************************
 
 An dieser Stelle ist noch nichts darüber gesagt, wie die
 Werte betragsmäßig aussehen, welchen Preis sie haben.
 Gleiches gilt für die mit der Arbeitszeit verbundenen
 Einkommen. Diese Bewertungen sind aber eine andere
 Angelegenheit und auch eine Wissenschaft für sich.

 Der oben dargestellte Leistungsbegriff hat außerdem den
 Vorteil der Anschaulichkeit. Jeder kann überall erkennen,
 wo Leistungszunahme entsteht oder wo Raubbau betrieben
 wird.

 Dieser Leistungsbegriff ist gleichzeitig auch ein Maß für
 den Wohlstand der Population einer Volkswirtschaft.
 Auch dem Begriff des Fortschritts liegt er zugrunde.
 Fortschritt bedeutet also die laufende Steigerung der
 volkswirtschaftlichen Leistungsfähigkeit, wie eben
 dargelegt. Nicht mehr. Nicht weniger.

 Wenn ich im Folgenden von Leistungsfähigkeit, Effizienz
 oder Produktivität spreche, dann ist immer der hier
 hergeleitete Begriff der Leistungsfähigkeit der
 Volkswirtschaft gemeint.

 Bezüglich dieses Leistungsbegriffes sind wir mit anderen
 Volkswirtschaften sinnvoll vergleichbar.
 Bezüglich dieses Leistungsbegriffes konkurrieren wir mit
 anderen Volkswirtschaften.
 Und bezüglich dieses Leistungsbegriffes sind wir anderen
 überlegen oder nicht.
 Vielleicht gibt es für diese Art von Leistungsfähigkeit auch
 einen volkswirtschaftlichen Begriff, vielleicht ist es der
 Begriff der Effektivität oder Effizienz.
 Nur wenn der Leistungsbegriff so oder ähnlich benutzt wird
 eignet er sich als Steuerungsgröße und Vergleichsmaßstab.
 Die Steigerung der volkswirtschaftlichen Leistungsfähigkeit
 ist aus einem weiteren Grund notwendig: Sie ermöglicht uns
 überhaupt erst die Beherrschung der zukünftigen, exponentiell
 zunehmenden Volumina an Materie Energie und Information,
 die aufgrund des unausweichlichen Wachstums auf uns zukommen.

 Im Krieg sieht man die Wirkung dieser Leistungsfähigkeit
 am deutlichsten und deshalb besitzen die Werkzeuge dort nach
 Möglichkeit die im obigen Sinne maximale Leistungsfähigkeit.
 Das macht die Ausrüstung von Armeen auch so teuer.
 An jeder Stelle in einer Armee und der sie umgebenden 
 Volkswirtschaft sitzt im Idealfall dann jemand mit oder an
 einem Werkzeug, das leistungsfähiger ist, als das entsprechende
 Werkzeug des Gegners wie z. B. das schnellere Maschinengewehr,
 mehr Treffer durch präzisere Kanonen und Raketen, wirksamere
 Granaten, der schnellere und perfektere Nachschub, mehr und
 schnellere Schiffe, Flugzeuge, Panzer und sonstige Fahrzeuge,
 kurz, alles, was der einzelne bedient, ist schneller, größer,
 präziser und billiger.
 Wenn dann die technologische Leistungsfähigkeit von einer
 gleichartig hochwertigen Kultur begleitet ist, und diese
 Effektivität vom Gegner nicht durch Masse ausgeglichen
 werden kann, dann ist der Sieg unvermeidbar.
 Diese Leistungsfähigkeit bedeutet z. B., daß selbst 100 römische
 Legionen nicht gegen 100 KSK-Kämpfer standhalten könnten. 

 Die Werkzeuge, die den Krieg so erfolgreich machen, machen
 auch den Frieden erfolgreich.
 Sie lassen uns bei hohem Einkommen niedrigpreisig produzieren.
 So können wir uns viel leisten.
 Sie lassen uns mit wenig Zeiteinsatz niedrigpreisig produzieren.
 So gewinnen wir viel Freizeit.
 Sie lassen uns in Wohlstand leben.
 Und sie helfen, mit wenigen Erwerbstätigen unseren vielen
 Alten den Ruhestand zu erwirtschaften, ebenso den Lebensunterhalt
 unserer vielen sonstwie Beschäftigungsverhinderten, wie Mütter
 Kinder, Auszubildende in Schule und Universität, Greise, Behinderte
 und Krüppel.

 Es kommt also darauf an, das im obigen Sinne leistungsfähigere
 Werkzeug zu besitzen, am besten in allen Bereichen die
 leistungsfähigsten.

 Der oben eingeführte Leistungsbegriff entscheidet über den
 Wert des Geldes, der ja als der Wert der eingesetzten
 Arbeitszeit, also als Maß der Wertschöpfungsfähigkeit dieser
 Arbeitszeit angesehen werden kann.
 Und in diese Leistungsfähigkeit muss investiert werden, noch
 und nöcher, und darüberhinaus das hier in den letzten 20 Jahren
 im Wesentlichen durch die Zuwanderung Versäumte und Vernichtete
 nachgeholt werden.
 Dafür nimmt jede Generation Leiden in Kauf für Kinder und Zukunft.
 Nicht aber für das sinn-, zweck- und orientierungslose Tun,
 das jetzt angedacht zu sein scheint. Dabei mag bei berechtigtem
 Zweifel der Wille zum Besseren durchaus vorhanden sein.
 Wenn aber das Problem nicht verstanden oder nicht zur Kenntnis
 genommen wird, dann geht das schief.
 Und das ist jetzt die Befürchtung von jedermann und nur daraus
 resultiert der Widerstand gegen die aktuelle Politik.

 Der Kompromiß beim Zuwanderungsgesetz, so wie er bei mir
 angekommen ist, scheint ein Schritt in die richtige Richtung
 zu sein, wenngleich ich das noch nicht vollständig überblicke.
 Er ist aber sicher noch zu wenig, weil Löcher geblieben sind,
 und weil wir durch Unterlassungen der Außenpolitik im Begriffe
 sind, durch Europa unsere Souveränität über weitere
 entscheidende eigene Angelegenheiten zu verlieren.
 Hinzu kommt noch Herrn Schröders unkalkulierbarer
 Türkei-EU_Beitritts-Wahnsinn.
 
 Wenn wir unterlassen, uns im Sinne des hier vorgestellten
 Leistungsbegriffes weiterzuentwickeln, geschieht folgendes:
 Aufgrund der Zunahme der Leistungsfähigkeit der
 konkurrierenden Vokswirtschaften sinkt in ganz natürlicher
 Weise der Wert unserer eigenen Arbeit unaufhaltsam. Wir
 müßten also unsere Löhne unaufhaltsam nach unten entwickeln.
 Aber egal, wieviel Zeit wir in der Produktion aufwenden,
 egal wie billig wir uns verkaufen, ja selbst wenn wir noch
 Geld mitbringen, die Werte die wir mit unserem Aufwand
 schaffen, würden immer geringer und erlauben uns im
 Endstadium nur noch zu sterben, nicht einmal in Würde.
 Wir versuchen zur Zeit, die Effizienzsteigerungen der übrigen
 Welt durch Masse auzugleichen nach dem Prinzip viel Arbeit
 produziert auch viel und irgendjemand hat uns dazu die
 Zuwanderung "verkauft".
 Aber all diese Arbeit ist sehr ineffektiv, leistungsschwach,
 und kann deshalb nur in die Katastrophe führen.
 Und jetzt fordert gar schon Irgendjemand die 50-Stunden-Woche,
 obwohl unsere Millionen Arbeitslosen immer noch nicht
 in Arbeit und Brot sind.

 Es steht aber noch ein weiteres Problem der laufenden
 Leistungsminderung ins Haus. Aufgrund der vielen Menschen
 hier in Deutschland ist eine gewisse Mindestausstattung an
 Einkommen erforderlich, um hier gesund überleben zu können.
 Die Einkommen lassen sich also nicht beliebig nach unten
 entwickeln. Deshalb geraten also ohne Weiterentwicklung
 unserer o. a. Leistungsfähigkeit immer mehr Menschen unter
 die Armutsgrenze. Und das Problem löst sich selbst bei
 grenzenloser Verarmung nicht. Die pekuniäre Verarmung wird
 nur zunehmend von physischem Siechtum und Tod abgelöst werden.
 Gleichzeitig wird der äußere Einfluß auf Deutschland
 unvermeidlich und unaufhaltsam zunehmen bis zu seiner
 Auflösung.
 Die DDR ist auf gleiche Weise gescheitert:
 Im ersten Schritt ideologische Verblödung.
 Im zweiten Schritt unaufhaltsames Absinken der
 volkswirtschaftlichen Leistungsfähigkeit
 Im dritten Schritt Absicherung des Niedergangs durch die
 geballte Staatsmacht gegen jede Vernunft, gegen jeden
 Widerstand.
 Es gibt jedoch einen gravierenden Unterschied zu unserer
 Situation:
 Die DDR hatte jemanden, der sich ihrer angenommen hat.


 Das ist das Deutschland des Jahres 2004.



Argument:

"Das Gegenteil ist wahr. Je niedriger die Löhne, desto mehr
 Investitionen lohnen sich. Dies ist einer der
 Fundamentalzusammenhänge der Volkswirtschaft. Deutschland
 hat trotz einer gewissen Senkung der Zunahme der Löhne in
 den letzten Jahren immer noch das höchste Lohnniveau der Welt
 nach Norwegen. Auch deswegen wird so wenig investiert."


Erwiderung:

 08.07.2004, Erich Paus

 Zunächst zum 3. Satz: Die volkswirtschaftliche Fixierung
 auf das Lohnniveau ist falsch, denn das Lohnniveau ist ein
 Interesse der vereinten Betriebswirtschaft. Sie läuft dem
 übergeordneten Interesse der Volkswirtschaft mit ihrem Anspruch
 an eine herausragende und dauerhafte volkswirtschaftliche
 Leistungsfähigkeit, wie oben dargelegt, zuwider. In einer
 leistungsfähigen Volkswirtschaft sind hohe Einkommen
 unvermeidbar und die Leistungkraft ermöglicht und rechtfertigt
 diese und die Preise bleiben dabei dennoch niedrig oder
 sinken sogar. Ohne Not in diesem Zusammenhang an den Löhnen
 und Einkommen herumzubasteln hat mehr mit Plünderei zu tun
 als mit Wirtschaftspolitik oder Volkswirtschaft.
 Während meiner Tätigkeit bei Krupp in der Widia-Fabrik in
 Essen 1970 lagen die Reallöhne 70 % über den Tariflöhnen,
 heute liegen sie etwa gleichauf und diskutiert wird z. Zt.
 darüber, ob man ihnen nicht erlauben sollte, auch darunter
 zu fallen.
 Der Gleichschritt mit den sonstigen Niedergangssymptomen
 fällt ins Auge.

 Die Sätze 1. und 2. repräsentieren die Argumente der
 Wirtschaftsverbände.
 Diese haben jedoch den Auftrag, die Interessen der
 Wirtschaftsbetriebe zu vertreten und die entsprechende
 Argumentation bereitzustellen. Das Problem dabei:
 Wirtschaftsbetriebe müssen Gewinne erwirtschaften. Darauf
 haben sie sich zu konzentrieren und diese Konzentration
 erlaubt keine Ablenkung durch die in durchaus natürlicher Weise
 gegensätzlichen Interessen einer Nation. Die Interessensverbände
 der Wirtschaft sind dazu da, diese Interessen der Wirtschaft
 zu bedienen.

 Die Wirtschaftsweisen und damit die Wirtschaftspolitik sind
 jedoch gemäß ihrem Auftrag verpflichtet im Interesse der
 Volkswirtschaft zu denken, also im Interesse des Ganzen, im
 Interesse der Nation.
 Die Probleme der vereinigten Betriebswirtschaft müssen und
 dürfen dabei nur insoweit berücksichtigt werden, als ihre
 Lösung unsere Volkswirtschaft leistungsfähiger im obigen Sinne
 macht und damit konkurrenzfähiger gegenüber anderen
 Volkswirtschaften.

 Niedriglöhne mit begleitenden hohen Gewinnaussichten erzeugen
 zwar den Anreiz in Produktionsstätten zu investieren, aber
 keinen Anreiz, sie auch mit höchster volkswirtschaftlicher
 Effizienz bzw. Leistungsfähigkeit im obigen Sinne auszustatten.
 Dieses kann nur durch optimal hohe Löhne erzwungen und
 aufrechterhalten werden, nämlich weil diese erst durch
 hochwertige leistungsfähige Werkzeuge und Maschinen
 betriebswirtschaftlich effektiv werden können. Hierbei ist
 das Einkommenswachstum sicherlich durch das Maximalwachstum
 des Betriebes oder der Volkswirtschaft in irgendeiner Weise
 nach oben beschränkt. Aber eine künstliche zusätzliche
 Beschränkung oder Senkung führt zu einer entsprechenden
 Verringerung der volkswirtschaftlichen Leistungsfähigkeit
 und damit der internationalen Konkurrenzfähigkeit.
 Eine Überhöhung der Einkommen über die natürliche
 Wachstumsfähigkeit hinaus ist ebenfalls unzulässig.
 Betriebswirtschaftlich führt es zum Verlust der
 Konkurrenzfähigkeit und evtl. Pleite, volkswirtschaftlich
 führt es zu erhöhter Inflation. Hier scheint ein Optimum
 zu existieren. Die Politik müßte ein
 System, eine Struktur, ein Verfahren bereitstellen, das die
 Einkommensentwicklung selbstregelnd optimal an die
 volkswirtschaftlichen Notwendigkeiten als auch an die
 betriebswirtschaftlichen Möglichkeiten anpaßt:
 soviel wie möglich in Bezug auf unsere volkswirtschaftliche
 Leistungsfähigkeit, aber sowenig wie nötig in Bezug auf
 betriebliche Gegebenheiten. Es gibt da offensichtlich ein
 Optimum. Hier besteht Forschungsbedarf.

 Mehr Gestaltungsraum für den einzelnen Betrieb ist in diesem
 Zusammenhang wünschenswert, weil er die Anpassungsfähigkeit
 der gesamten Volkswirtschaft steigert. Dieser Gestaltungsraum
 muss aber von der Volkswirtschaftspolitik mit einer Sperre
 gegen Billiglohnstrategie versehen werden. Da ließen sich
 vielleicht auch die Gewerkschaften zweckgerecht einbinden:
 Weg von Zuwanderungs-, Frauenpolitik und sonstigem
 gefährlichen Blödsinn, hin zu echter Auseinandersetzung mit
 Betriebswirtschaft, Volkswirtschaft, und dem Wohlergehen
 ihrer Klientel, und, via Leistungsfähigkeit der Volkswirtschaft,
 von uns allen. Ihr Tätigkeitzweck sollte per Gesetz oder eigene
 Selbstbeschränkung darauf festgeschrieben werden. 
 Jedes Jahr könnten dann z. B. Staat, Wirtschaftsverbände und
 Gewerkschaften das Optimum der Einkommenszuwächse ausdiskutieren.
 Vielleicht gibt es aber auch einfachere optimalere
 selbststeuernde und selbstoptimierende Verfahren.
 Billiglohnbetriebe jedenfalls sind volkswirtschaftlich schädlich.
 Eine Hochzivilisation darf sie nicht erlauben.
 Die Strafe bei Zuwiderhandlung ist Niedergang.

 Niedrige Löhne verleiten die Wirtschaft konsequent dazu,
 Investitionen in Leistungssteigerungen zu unterlassen.
 Das Verhältnis von Ertrag zu Löhnen sieht zwar trotzdem
 nach Effizienz und Effizienzsteigerung aus, es sind aber
 nur Erträge, die aus unterlassenen Investitionen und
 vermiedenen Einkommen(ssteigerungen) der Beschäftigten
 stammen, nicht aus einer gesteigerten Wirksamkeit des
 investierten Kapitals, der vorhandenen Werkzeuge.
 Volkswirtschaftlich ist das ein Nullsummenspiel: die
 Gewinne des einen Teils sind die Verluste des anderen.
 Wenn das Fehlende zum Leben dann noch aus irgendwelchen
 Sozialtöpfen bereitgestellt wird, dann sind die Gewinne
 solcher Betriebe sogar zusätzlich aus den Sozialkassen
 finanziert, wiederum ein volkswirtschaftliches Nullsummenspiel,
 sogar mit noch höherem Umsatz. Da bei uns die Sozialkassen
 aber mittlerweile über Schulden finanziert werden, für die
 das Vermögen unserer Kinder verpfändet wird, stammt ein Teil
 der Gewinne solcher Betriebe zuguterletzt aus den Taschen
 unserer Kinder. Damit ist dieses Nullsummenspiel auf die
 Spitze getrieben.
 Schlimm ist dabei aber folgender Zusammenhang, der auch die
 wesentliche Ursache des Niedergangs Deutschlands ist:
 Die Volkswirtschaft fällt insgesamt gegenüber anderen
 Volkswirtschaften, die sich derartigem Unsinn verschließen,
 zurück, wegen der nicht-Investition in leistungsfähigere
 Werkzeuge. Die betriebswirtschaftlichen Gewinne mögen in
 all den verschiedenen Fällen gleich sein, aber die
 Leistungs- und  Wertschöpfungsfähigkeit der einzelnen
 Beschäftigten ist in den letzteren Fällen geringer mit den
 dazugehörenden Auswirkungen auf die Leistungsfähigkeit der
 Volkswirtschaft.
 Wir sollten uns hier und jetzt ganz deutlich bewußt machen:
 Wir sind technologisch nirgendwo mehr Spitze.
 Und wir fallen laufend weiter zurück.
 Im Extremfall wird der Mensch selbst als Maschine benutzt,
 bei Wegfall jeglicher Technologie und damit frei vom Wesen
 einer Hochzivilisation.
 So aber sieht die Zivilisation einer 3.-Welt-Nation aus.

 Die Interessen der Nation werden durch das Staatssystem,
 den Staat, wahrgenommen. Und Staat und Politik haben die
 Aufgabe, die Leistungsfähigkeit der Nation im Auge zu
 behalten, wie immer die ganz natürlichen
 Gewinnmaximierungsinteressen der Wirtschaftsunternehmen
 aussehen, wie sehr sie auch wehklagen und wie sehr sie auch
 in ganz natürlicher Weise mit Hilfe der Lobbytätigkeit ihrer
 Verbände jede einschränkende Bedingung auszuhebeln versuchen.
 Aushebeln dürfen, ja, sollen sie alles, was die
 volkswirtschaftliche Leistungsfähigkeit mindert. Sie dürfen
 aber nichts aushebeln, was die Volkswirtschaft vor der
 Entwicklung zu einem Nullsummenspiel bewahrt.
 Insbesondere hat deshalb die Politik alle Arbeit zu verbieten,
 die ihren Mann nicht ernährt, und die deshalb aus
 Sozialkassen subventioniert werden müßte. Im Falle von
 ausländischen Unternehmen findet dann die Subvention des
 Auslands aus der deutschen Staatskasse statt. Überhaupt
 kann eine solche Politik nur durch das  Interesse ausländischer
 Unternehmen bzw. Nationen gerechtfertigt werden.
 Diese Profitieren als einzige davon.

 Hat ein Betrieb die Möglichkeit mit Niedriglöhnen Gewinne zu
 erwirtschaften, dann wird er sie auch nutzen. So funktionieren
 Betriebe halt. Das ist einfach so. Das muss auch so sein.
 Das darf aus Effizienzgründen nicht anders sein. Das darf
 sogar aus volkswirtschaftlichen Effizienzgründen nicht anders
 sein. Trotz der hier innewohnenden Paradoxie.
 Aber volkswirtschaftlich muss von der Politik in Richtung
 höherer technologischer Weiterentwicklung gesteuert werden.
 Die Gewinne der Wirtschaft sind dann natürlich geringer, der
 Aufwand höher. Aber unsere Volkswirtschaft bleibt leistungs-
 und damit dauerhaft konkurrenzfähig gegenüber den anderen
 Volkswirtschaften. Daraus schöpften wir unseren Wohlstand
 in der Vergangenheit und ich hoffe, auch wieder in der Zukunft.
 Sonst Gnade uns allen Gott.
 Die aufgelaufenen Zustände und Probleme sind jedenfalls
 jetzt schon beängstigend.
 Und diese Entwicklung läuft so bereits seit 20 Jahren.
 Die bereits eingetretenen gewaltigen Schäden müssen
 zusätzlich beseitigt werden.

 Die betriebswirtschaftlichen Aspekte müssen also sauber
 gegen die volkswirtschaftlichen Aspekte abgegrenzt bleiben.
 Die Leistungsfähigkeit der Nation gibt der Gewinnmaximierung
 der Wirtschaftsunternehmen die Bedingungen vor:
 zum Wohle des deutschen Volkes, nicht auf seine Kosten.
 Und nicht nur für heute, sondern für alle Zukunft. 
 Und deshalb können Herrn Schröders volkswirtschaftliche
 Probleme nicht mit den betriebswirtschaftlichen Konzepten von
 Herrn Hartz gelöst werden. Herr Schröder muss für das Ganze
 denken. Herr Hartz muss für die Wirtschaft denken, insbesondere
 für VW. Beide sind, wie sich jetzt zeigt, nicht fähig für das
 jeweils andere zu denken. Nicht weil sie dumm sind, sondern
 weil man nicht zwei gegensätzliche Interessen mit einem Hirn
 verfolgen kann. Das wäre zuviel verlangt. Das geht nie.
 Immer leidet etwas dabei. Vor allem dann, wenn man die
 volkswirtschaftlichen Aspekte nicht von den
 betriebswirtschaftlichen zu unterscheiden vermag, wenn man
 also die vereinigte Betriebswirtschaft schon für Volkswirtschaft
 hält. 
 In diesem Fall leidet Deutschland.
 Herr Hartz als Volkswirtschaftler kann nur misslingen.
 Herr Schröder als Wirtschaftslobbyist ebenfalls.
 Herr Hartz hat sich bemüht.
 Herr Schröder jedoch hatte seine Arbeit auf Herrn Hartz
 abgewälzt.
 Herr Hartz hätte seinen Auftrag an Herrn Schröder
 zurückverweisen müssen, oder besser, gar nicht annehmen dürfen.
 Aber dazu war er wohl zu sehr Betriebswirtschaftler.


 Zusammenfassend gilt:
 Es sind zwei völlig legitime aber durchaus gegensätzliche
 Interessen unter einen Hut zu bringen:
 1. Das Gewinnstreben und die Gewinnmaximierung der Unternehmen.
    Dies ist für die Bereitstellung der volkswirtschaftlichen
    Effizienz unabdingbar.
 2. Der Erhalt der volkswirtschaftlichen Leistungsfähigkeit;
    Diese muss für die Wirtschaft zu Vorgaben, Bedingungen und
    Einschränkungen führen, damit
    ihre betriebswirtschaftlichen Gewinne
    - immer nur einher gehen dürfen mit gleichzeitiger Erhöhung
      der volkswirtschaftlichen Leistungsfähigkeit.
    - niemals einhergehen dürfen unter Praktizierung eines
      volkswirtschaftlichen Nullsummenspiels
 Diese Paradoxie ist von der Politik aufzulösen.
 Dafür wird sie bezahlt.

 Und das geht: Das zeigen die anderen Volkswirtschaften.
 Das geht gut: Das sieht man an unserer eigenen Volkswirtschaft
 in der Vergangenheit.
 Das geht gut mit der Steuerungsgröße, wie ich sie hier
 umrissen habe.

 Niedriglohnpolitik führt zu technologischem und damit
 zivilisatorischem Niedergang, denn hohe, oder besser,
 optimal hohe Lohnkosten erzwingen Investitionen zum Erhalt
 der Produktivität, während Niedriglöhne selbst bei relativ
 geringerer Produktivität Gewinne ermöglichen. Die hohen
 Gewinnaussichten bei niedrigen Löhnen erzeugen zwar den
 Anreiz Produktionsstätten einzurichten, aber nicht solche
 mit höchster volkswirtschaftlicher Effizienz. Die Wirkung
 einer Wirtschaftspolitik der Billiglöhne ist die
 Transformation einer Volkswirtschaft in ein Nullsummenspiel.
 Die Gewinne stammen nicht aus einer höheren Wirksamkeit der
 Werkzeuge, sondern
 1. aus vermiedenen Investitionen
 2. aus vermiedenen Einkommen
 3. aus vermiedenen Einkommenszuwächsen
 4. aus Sozialkassen, wenn die Niedrigeinkommen von dort
    subventioniert werden,
 5. aus den Taschen unserer Kinder, wenn die Sozialkassen
    auch noch über Schulden finanziert werden.
 oder 
 1. aus vermiedenen Investitionen
 2. aus vermiedenen Einkommen durch Frühverrentung teurer
    älterer Mitarbeiter und Einstellung von Billigkräften
 3. aus vermiedener Bedienung der Renten-, Kranken- und
    Arbeitlosenversicherungskassen durch Billigkräfte
 4. aus Rentenkassen, weil von dort Frührentner finanziert werden
 5. aus Staats-, Landes- und Kommunalkassen, wenn die Frührenten
    von dort subventioniert werden,
 6. aus den Taschen unserer Kinder, wenn die Staats-, Landes-
    und Kommunalkassen über Schulden finanziert werden.

 Die betriebswirtschaftlichen Gewinne mögen in den verschiedenen
 Fällen gleich sein aber die durchschnittliche Leistungs- und 
 Wertschöpfungsfähigkeit des einzelnen Mitarbeiters und der
 gesamten Volkswirtschaft fällt zurück. Man wird ärmer. Man
 muss mehr arbeiten. Im Extremfall wird der Mensch selbst als
 Maschine benutzt. Technologie entfällt dann fast ganz und
 damit in gleichem Maße das Wesen einer Hochzivilisation.
 Auf diese Weise entwickelt man sich zum Entwicklungsland.
 Es ist der Weg in den Untergang.
 Z. Zt. wird die ganze Misere noch verdeckt durch die
 Möglichkeit, Schulden aufzunehmen. Aber der Grad unserer
 Verschuldung hat auch diesen Spielraum mittlerweile dramatisch
 eingeschränkt.

 Erste Maßnahmen:
 Arbeit muss ihren Mann ernähren. Andernfalls ist sie nicht
 wert, getan zu werden.
 Arbeit, die ihren Mann nicht ernährt, also subventioniert
 werden müßte, ist bei Strafe zu verbieten.
 Alle direkten und indirekten Subventionen von Arbeit sind
 trotz des gigantischen Problems, das die Zuwanderung hier
 geschaffen hat, unverzüglich einzustellen. Es gibt keine
 Alternative.
 Die vereinigte Betriebswirtschaft muss daran gehindert werden,
 in Deutschland Billigarbeitsplätze einzurichten.
 Solange hier in Deutschland Arbeitsplätze fehlen, muß die
 vereinigte Betriebswirtschaft daran gehindert werden, im
 Ausland zu investieren, i. a. in Billigarbeitsplätze;
 Auslandsinvestitionen sind in diesem Zusammenhang wie Gewinne
 des Auslands mit dem maximalen Kapitalertragssteuersatz zu
 belegen.
 Werte die ins Ausland transferiert werden, müssen als Gewinne
 des Auslands, dieses gewissermaßen als Person aufgefaßt, mit
 dem maximalen Kapitalertragssteuersatz belegt werden.
 Die versteckte Gewinnabführung ausländischer Unternehmen
 muß durch geeignete Maßnahmen unterbunden werden.
 Für die Beschäftigung muß das Lokalitätsprinzip eingeführt
 werden. Erst müssen alle Deutschen in Arbeit und Brot sein.
 bevor ausgeholfen werden darf.
 Aber auch dann darf nicht mit Zuwanderern ausgeholfen werden.
 Stattdessen sind Werkzeuge und Maschinen leistungsfähiger
 zu machen, um die Arbeit zu schaffen. Dies ist überhaupt
 der Angelpunkt der ganzen Volkswirtschaft. Also auch hier
 Steigerung der Leistungsfähigkeit, statt Steigerung der
 Arbeitszeit mit Hilfe von Zuwanderern. Oder kurz:
 Mit weniger Menschen mehr schaffen als mit mehr weniger.
 Unsere gesamte Volkswirtschaft ist auf notwendige Maßnahmen
 dieser Art und Handlungsbedarf zu durchleuchten. Dieses muß
 von deutschen Unternehmen bewerkstelligt werden.
 Alle Politik und alle Volkswirtschaft ist darauf auszurichten.
 Alle Teile unserer Nation sind darauf einzustimmen.
 Dann kann Herzogs "Ruck" gelingen.
 Sogar dann, wenn er etwas anderes gemeint haben sollte.


    
Argument:

 "Den Beamten kann man keine Beiträge aufbürden, weil ihre
 Nettoeinkommen bereits mit den Nettoeinkommen der
 Privatwirtschaft konkurrieren. Die Bruttoeinkommen der
 Beamten sind niedriger als die vergleichbarer Positionen
 in der privaten Wirtschaft. Außerdem sind die
 Beamtengehälter in den letzten Jahrzehnten langsamer
 gestiegen als die Gehälter in der Privatwirtschaft.
 Die Schere hat sich sogar vergrößert."


Erwiderung:

 08.07.2004, Erich Paus

 Den Beamten kann man aufgrund des geldwerten Vorteils der
 Unkündbarkeit durchaus einige Belastungen aufbürden. Nicht
 zuletzt deshalb, weil sie trotz dieser sozialen Absicherung
 sowenig dazu beigetragen haben, den Niedergang Deutschlands
 zu verhindern. Auch aus Gründen der Gerechtigkeit wäre ein
 Kürzertreten gerechtfertigt: Millionen anderer tun es bereits.
 Ich sage es einmal ganz drastisch:
 Der Aufstieg Preußens und damit des zweiten deutschen Reiches
 geschah durch eine bitterarme Beamtenelite in einem Volk von
 Analphabeten, während heute Deutschland mit einen
 wohlständigen Beamtenpöbel, ausgestattet mit einem sagenhaften
 Informationsangebot, zugrunde geht.
 
                         _______________

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