Bad Schwalbach, den 29.10.2004:
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Alles, was das Wohl des Volkes fördert,
fördert auch seine Wirtschaft.
Die Umkehrung ist falsch:
Man kann die Wirtschaft fördern auf Kosten des Volkes.
(EP, 21.11.2006)
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Ist Deutschland noch zu retten?
von Prof. Hans-Werner Sinn,
ISBN 3-430-18533-5
6-Punkte-Programm für die Gesundung der deutschen Wirtschaft
Quintessenz aus dem Buch "Ist Deutschland noch zu retten?"
von Prof. Hans-Werner Sinn, ISBN 3-430-18533-5;
IFO-Pressemitteilung vom 15.10.2003
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Die Lemminge rasen auf den Abgrund zu;
unbeeindruckt, empfindungslos;
die Richtung gibt die Richtung vor
Die Kur war die Ursache der Krankheit, die sie bekämpfen sollte.
Die Roßkur beschleunigt das Sterben.
Volkswirtschaft ist mehr als die Summe ihrer Betriebswirtschaften.
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Erwiderung zum 6-Punkte-Programm
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Erich Paus, 29.06.2004
10.07.2004, 10:30:
29.10.2004
Die 6 Punkte dort reduzieren die Lösung des deutschen Problems
auf die Verringerung der Einkommen der Arbeitnehmer.
Zum besseren Verständnis meiner Erwiderung schicke ich einige
Bemerkungen zum Begriff der Produktivität, der Leistungsfähigkeit
einer Volkswirtschaft voraus:
Produktivität ist der Wert, der pro eingesetzter Arbeitszeit
generiert wird : Produktivität = Wert / Arbeitszeit
Produktivität ist insofern ein Leistungsbegriff.
Die Leistungsfähigkeit einer Volkswirtschaft erkennt man
an dem Verhältnis der gesamten Wertschöpfung zur gesamten
darauf verwendeten menschlichen Arbeitszeit.
Aus diesem Produktiviätsbegriff ergibt sich mit
hoher Produktivität großer Wohlstand, mit
niedriger Produktivität geringer Wohlstand.
Verwendet man als Produktiviätsbegriff jedoch das
Verhältnis von geschaffenen Werten zu den Einkommen -
Produktivität = Wert / Einkommen - so läßt er sich nicht
mehr zur Beurteilung der Leistungsfähigkeit einer
Volkswirtschaft verwenden. Ein Billiglohnland hätte dann
nämlich ebenfalls eine hohe Produktivität, obgleich die
Menschen dort bitterarm und ihre Volkswirtschaft
leistungsschwach wäre und keinen hohen Wohlstand
generieren könnte.
Dieser letztere Produktivitätsbegriff mit seinem so
winzigen Unterschied zu Ersterem suggeriert außerdem,
dass das Heil in Billigstlöhnen und -einkommen liegt.
Er wird damit zur Quelle von Niedergang und tödlicher
Massenverarmung.
Erst die Rückkehr zu ersterem Produktivitätsbegriff als
volkswirtschaftlichem Erfolgsmaßstab erlaubt die Rückkehr
zur Weiterentwicklung unserer Hochzivilisation.
Nach diesen Ausführungen zur Produktivität die Erwiderungen
zu den 6 Punkten von Prof. Sinn:
Argument:
"1. Die Tarifpartner streben neue Tarifverträge mit
42 Stunden Arbeitszeit bei gleichem Lohn an. Sie vereinbaren
die Mitbeteiligung der Arbeitnehmer im Austausch gegen einen
Lohnverzicht. Der Staat erleichtert diese Änderungen durch
eine flankierende Gesetzesinitiative, durch die unter anderem
die Mitbeteiligung der nachgelagerten Besteuerung unterworfen
wird."
Erwiderung:
Statt Produktivität durch viel Arbeit, ist sie durch
Investition in bessere Werkzeuge zu erhöhen. Schließlich
läßt sich die Arbeitszeit nicht beliebig erhöhen und die
Einkommen bei einer bestimmten Dichte nicht beliebig
verringern. Letztendlich muss also doch investiert werden.
Warum also nicht gleich? Warum erst dann, wenn man seine
absoluten Grenzen erreicht hat?
Dann ist nämlich auch nicht mehr genug Kapital verfügbar zum
investieren.
Dann bleibt nur noch Abtreten, also Abwandern oder Sterben.
Betriebswirtschaflich günstige Niedriglöhne führen zu
volkswirtschaftlich schädlicher Niedrigtechnologie,
das Gegenteil von Hochzivilisation.
Argument:
"2. Die Tarifkartelle werden aufgelöst, indem der Gesetzgeber
den Tarifparteien die Pflicht auferlegt, in ihren
Tarifverträgen Öffnungsklauseln zu berücksichtigen, die die
Möglichkeit freiwilliger betrieblicher Vereinbarungen mit
niedrigeren Löhnen bieten. Angesichts der sich in jüngster
Zeit dramatisch beschleunigenden Zahl der Insolvenzen ist
dies eine notwendige Sofortmaßnahme zur Abwendung größeren
Unglücks. Der gesetzliche Kündigungsschutz ist ungeachtet
der Betriebsgröße für alle neuen Arbeitsverträge abzuschaffen."
Erwiderung:
Wenn der Lohndruck ganz von den Arbeitgebern genommen wird,
werden sie gar nichts mehr investieren, sondern darauf
warten, dass die Löhne weitersinken. Das haben sie
jedenfalls in den letzten Jahren so gehandhabt und haben
dies mit immer neuen Zuwanderern auch gewährt bekommen.
Deshalb wurde mit jedem Einwanderer auch direkt ein
Arbeitsloser erzeugt und von dieser Arbeitslosigkeit wurden
dann im Laufe der Zeit 1,2 Billionen Euro aufgefressen,
die damit natürlich für Investitionen entfielen. Gleichzeitig
führte der Billiglöhner zu Niedergang durch
Investitionsvermeidung.
Interessant wäre, zu erfahren, in welchem Maße Niedriglöhne
gepaart mit unterlassenen Investitionen von Unternehmen,
in die Pleite führen.
Argument:
"3. Die deutsche Krankheit ist die Massenarbeitslosigkeit
unter den geringQualifizierten, die so in keinem anderen
OECD-Land zu beobachten ist. Zu ihrer Bekämpfung bedarf es
einer Reform des Sozialhilfesystems und des neuen
Arbeitslosengeldes II im Sinne der Aktivierenden Sozialhilfe
des ifo Instituts. Ungeachtet der Zumutbarkeit muss gelten:
Wenn Erwerbsfähige nicht arbeiten, wird die Sozialhilfe um
ca. ein Drittel gekürzt. Im Ausgleich erlaubt der Staat
großzügige Hinzuverdienstmöglichkeiten, wenn einer
Beschäftigung nachgegangen wird. Außerdem zahlt er
Lohnzuschüsse im Niedriglohnsektor. Um sicherzustellen, dass
Jobs verfügbar sind, bieten die Kommunen Leiharbeitsverhältnisse
an, die zu einem Lohn in Höhe der heutigen Sozialhilfe
bezahlt werden. Der Sozialstaat verliert durch diese
Maßnahmen seine Rolle als Konkurrent der privaten Wirtschaft
auf den Arbeitsmärkten. Die Löhne werden im Niedriglohnbereich
fallen, und deshalb werden neue Stellen geschaffen. Gesetzliche
Mindestlohnschranken, wie sie im SPD-Kompromiss enthalten sind,
würden diese Wirkung verhindern."
Erwiderung:
Die im Verhältnis zu anderen OECD-Staaten hohe
Arbeitlosigkeit der gering qualifizierten rührt von der
kriminellen Einwanderungspolitik unseres politischen
Führungssystems her und hätte eigentlich
zur Forderung nach einem Einwanderungsstop für diese
Menschen führen müssen. Darüberhinaus ist ein
Einwanderungsstop zu fordern für alle, die aufgrund ihrer
geringen materiellen wie auch immateriellen Kapitalbasis nicht
mindestens sich selbst als auch den durch sie Freigestellten
ernähren können als auch nichts zur Kultur einer
Hochzivilisation beitragen können.
Argument:
"4. Der Zuwanderungsmagnet Sozialstaat wird abgeschaltet.
Zuwanderer werden erst nach einer Wartefrist von einigen
Jahren vollständig in das Sozialsystem integriert. Die
EU-Verfassung wird so verändert, dass keine Sozialunion in
Europa errichtet wird. Eine Sozialunion würde eine
Massenarbeitslosigkeit für die schwächeren Regionen Europas
bedeuten."
Erwiderung:
Hier stimme ich mit Hans Werner Sinn überein:
Keine Zuwanderung, nie und nimmer, auf Grund
- der zunehmenden Kosten unserer Resourcenbereitstellung wegen
- der zunehmenden Entropie unserer Resourcengewinnung
- der zunehmenden Konkurrenz an den Resourcenquellen
- der Beschränktheit der Müllsenken, das Problem der
Müllentsorgung
- für festen, flüssigen und gasförmigen Müll
- für Materie-, Energie und Informations-Müll
Argument:
"5. Weitere Steuersenkungen bei den Tarifen der Einkommen-,
Körperschaft- und Gewerbesteuer sind erforderlich. Das
ifo-Modell sieht nur noch drei Stufen vor mit Grenzsteuersätzen
von 15%, 25% und 35%, alles inklusive Solidaritätszuschlag.
Die Unternehmen zahlen 25% Einkommenoder Körperschaftsteuer
plus 10% Gewerbesteuer. Tatsächliche und rechnerische
Zinseinkommen der Haushalte und Unternehmen werden gemäß
der Dualen Einkommensteuer, wie sie in den skandinavischen
Ländern praktiziert wird, nur noch mit einem Steuersatz von
20% belegt."
Erwiderung:
Es sind die Steuern zu zahlen, die erforderlich sind, damit
der Staat schuldenfrei wirtschaften kann.
Die Steuerlast des Einzelnen muss proportional zu
seinem persönlichen Nutzen, also Einkommen, sein.
Aus Gründen der Effizienz muss das Besteuerungssystem
einfach sein. Schließlich muss es ja von allen Menschen
und Organisationen der Volkswirtschaft nachvollzogen werden.
Also ein einziger Steuersatz für alle(!) Einkommen und ein
Freibetrag, der sich an dem Grundbedarf der Menschen
orientiert, die von diesem Einkommen leben.
Schuldenfinanzierte Steuersenkungen werden nur unseren
Kindern aufgehalst. Statt investiert wird das gewährte
Steuergeschenk ins Ausland transferiert.
Argument:
"6. Die Rentenentwicklung wird gemäß dem Vorschlag der
Herzog-Kommission durch eine Fixierung des Beitragssatzes
und des Bundeszuschusses gedeckelt. Zugleich wird eine
Kinderrente für alle Eltern eingeführt, die nach der
Einführung dieser Rente Kindererziehungszeiten aufweisen
können. Kinderlose werden statt dessen verpflichtet, zum
Ausgleich eine Riester-Rente anzusparen."
Erwiderung:
Anstatt komplizierter Rentenverrenkungen würde es genügen,
alle(!) Einkommen an der Rente zu beteiligen, also auch die
Einkommen der Beamten und Besserverdiener. Die Entscheider
und guten Beitragszahler als auch die Beamtenschaft würden
dann von allein dafür sorgen, dass unsere Nation nicht in
Schieflage geriete und damit ihre eigenen Rentenansprüche
entwertet würden.
Jeder Zuschuss ist zu streichen.
Die Aktiven finanzieren die Ruheständler.
Und die Aktiven sorgen dafür, dass ihnen die nächste
Generation Aktiver, ihre Kinder, den Ruhestand finanzieren
kann. Man sollte vielleicht den Rentensatz des Einkommens
fixieren.
Was mit Sicherheit die Renten sichert, ist eine alle
anderen Nationen bzw. Volkswirtschaften überragende
volkswirtschaftliche Leistungsfähigkeit, Effizienz.
Und wenn wir ärmer werden, dann werden alle gemeinsam ärmer.
Und die Unterlassungen der Vorgeneration macht sie als
Rentnergeneration zum abschreckenden Beispiel für die aktive
Generation.
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Ergänzende Argumente und Erwiderungen, Präzisierungen, Erläuterungen
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Argument:
"Die Produktivität der Gesamtwirtschaft steigt durch
Niedriglöhne, weil bei gegebener Bevölkerung mehr produziert
wird. Die Produktivität der Betriebe fällt, weil minder
produktive Menschen auch produzieren. Dies ist sicher kein
Verlust an Hochzivilisation."
Erwiderung:
08.07.2004, Erich Paus
Wenngleich die "Produktivität der Gesamtwirtschaft", also
das gesamte Volumen der produzierten Werte einer
Volkswirtschaft tatsächlich auch ein Leistungsbegriff ist
so ist dieser dennoch kein geeignetes Maß für die Bewertung
der Leistungsfähigkeit einer Volkswirtschaft im Vergleich
zu anderen Volkswirtschaften.
Das erhöhte Produktionsvolumen resultiert aus entsprechender
Mehrarbeit und die kommt aus dem Verarmungsdruck.
Es repräsentiert von daher weder Wohlstand noch mehr Leistung,
sondern nur mehr Arbeit bzw. Volumen.
Die Minderung Produktivität der Betriebe ist aus
volkswirtschaftlichen Gründen untragbar, wie ich später
ausführen werde. Dort leite ich auch den Verlust an
Hochzivilisation her.
Um einen Leistungsbegriff zu erhalten, der sich als
Steuerungs- und Vergleichsgröße für eine Volkswirtschaft
eignet, schicke ich als Beispiel die Produktion eines
Eisenbahnpuffers voraus, jedoch ohne historische Korrektheit,
nur zur Veranschaulichung:
um 1600 : Es sind sind zu seiner Produktion 1.000.000
Hammerschläge eines Schmiedes von je zwei Sekunden
notwendig um ihn herzustellen.
um 1850 : Es sind hier 10.000 Schläge von je zwei Sekunden
eines wasserkraftbetriebenen Hammers erforderlich.
Die Produktion verläuft hier bereits 100-mal
schneller.
um 2004 : Eine Schmiedepresse produziert den Eisenbahnpuffer
mit einem Schlag der Länge von 2 Sekunden, wobei
sie vielleicht noch drei weitere Puffer mit diesem
Schlag herstellt.
Die verschiedenen Fälle sind repräsentativ für verschiedene
Zivilisationsgrade, niedrig, mittel, hoch, entsprechend
Niedrigzivilisation, Mittelzivilisation, Hochzivilisation.
Der Grad der Zivilisierung drückt sich aus durch das Volumen
der Werkzeug- und Maschinennutzung, und die damit einhergehende
Leistungsfähigkeit bzw. Wertschöpfungsfähigkeit des einzelnen
Beschäftigten in der ihm zur Verfügung stehenden Zeit.
Hierin drückt sich die zivilisatorische Über- oder
Unterlegenheit aus. Die produzierende Person ist im
letzten Fall 1.000.000-mal leistungsfähiger als im ersten.
Und bei Betrachtung aller Bereiche der Volkswirtschaft
drückt sich in der Summe dieser Einzelleistungsfähigkeiten
die Leistungsfähigkeit unserer gesamten Volkswirtschaft aus.
Die Leistungsfähigkeit L der Volkswirtschaft ist also das
Verhältnis von der Summe der geschaffenen Werte W zur
Summe der Arbeitszeiten(!) Z aller Beschäftigten.
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* *
* Summe aller geschaffenen Werte einer Volkswirtschaft *
* L = ---------------------------------------------------- *
* Summe aller Arbeitszeiten der Mitglieder des Volkes *
* *
* W *
* L = --- *
* Z *
* *
* mit *
* *
* L = Volkswirtschaftliche Leistungsfähigkeit *
* = Volkswirtschaftliche Effizienz *
* W = Summe aller geschaffenen Werte einer Volkswirtschaft *
* Z = Summe aller Arbeitszeiten der Mitglieder des Volkes *
* *
****************************************************************
An dieser Stelle ist noch nichts darüber gesagt, wie die
Werte betragsmäßig aussehen, welchen Preis sie haben.
Gleiches gilt für die mit der Arbeitszeit verbundenen
Einkommen. Diese Bewertungen sind aber eine andere
Angelegenheit und auch eine Wissenschaft für sich.
Der oben dargestellte Leistungsbegriff hat außerdem den
Vorteil der Anschaulichkeit. Jeder kann überall erkennen,
wo Leistungszunahme entsteht oder wo Raubbau betrieben
wird.
Dieser Leistungsbegriff ist gleichzeitig auch ein Maß für
den Wohlstand der Population einer Volkswirtschaft.
Auch dem Begriff des Fortschritts liegt er zugrunde.
Fortschritt bedeutet also die laufende Steigerung der
volkswirtschaftlichen Leistungsfähigkeit, wie eben
dargelegt. Nicht mehr. Nicht weniger.
Wenn ich im Folgenden von Leistungsfähigkeit, Effizienz
oder Produktivität spreche, dann ist immer der hier
hergeleitete Begriff der Leistungsfähigkeit der
Volkswirtschaft gemeint.
Bezüglich dieses Leistungsbegriffes sind wir mit anderen
Volkswirtschaften sinnvoll vergleichbar.
Bezüglich dieses Leistungsbegriffes konkurrieren wir mit
anderen Volkswirtschaften.
Und bezüglich dieses Leistungsbegriffes sind wir anderen
überlegen oder nicht.
Vielleicht gibt es für diese Art von Leistungsfähigkeit auch
einen volkswirtschaftlichen Begriff, vielleicht ist es der
Begriff der Effektivität oder Effizienz.
Nur wenn der Leistungsbegriff so oder ähnlich benutzt wird
eignet er sich als Steuerungsgröße und Vergleichsmaßstab.
Die Steigerung der volkswirtschaftlichen Leistungsfähigkeit
ist aus einem weiteren Grund notwendig: Sie ermöglicht uns
überhaupt erst die Beherrschung der zukünftigen, exponentiell
zunehmenden Volumina an Materie Energie und Information,
die aufgrund des unausweichlichen Wachstums auf uns zukommen.
Im Krieg sieht man die Wirkung dieser Leistungsfähigkeit
am deutlichsten und deshalb besitzen die Werkzeuge dort nach
Möglichkeit die im obigen Sinne maximale Leistungsfähigkeit.
Das macht die Ausrüstung von Armeen auch so teuer.
An jeder Stelle in einer Armee und der sie umgebenden
Volkswirtschaft sitzt im Idealfall dann jemand mit oder an
einem Werkzeug, das leistungsfähiger ist, als das entsprechende
Werkzeug des Gegners wie z. B. das schnellere Maschinengewehr,
mehr Treffer durch präzisere Kanonen und Raketen, wirksamere
Granaten, der schnellere und perfektere Nachschub, mehr und
schnellere Schiffe, Flugzeuge, Panzer und sonstige Fahrzeuge,
kurz, alles, was der einzelne bedient, ist schneller, größer,
präziser und billiger.
Wenn dann die technologische Leistungsfähigkeit von einer
gleichartig hochwertigen Kultur begleitet ist, und diese
Effektivität vom Gegner nicht durch Masse ausgeglichen
werden kann, dann ist der Sieg unvermeidbar.
Diese Leistungsfähigkeit bedeutet z. B., daß selbst 100 römische
Legionen nicht gegen 100 KSK-Kämpfer standhalten könnten.
Die Werkzeuge, die den Krieg so erfolgreich machen, machen
auch den Frieden erfolgreich.
Sie lassen uns bei hohem Einkommen niedrigpreisig produzieren.
So können wir uns viel leisten.
Sie lassen uns mit wenig Zeiteinsatz niedrigpreisig produzieren.
So gewinnen wir viel Freizeit.
Sie lassen uns in Wohlstand leben.
Und sie helfen, mit wenigen Erwerbstätigen unseren vielen
Alten den Ruhestand zu erwirtschaften, ebenso den Lebensunterhalt
unserer vielen sonstwie Beschäftigungsverhinderten, wie Mütter
Kinder, Auszubildende in Schule und Universität, Greise, Behinderte
und Krüppel.
Es kommt also darauf an, das im obigen Sinne leistungsfähigere
Werkzeug zu besitzen, am besten in allen Bereichen die
leistungsfähigsten.
Der oben eingeführte Leistungsbegriff entscheidet über den
Wert des Geldes, der ja als der Wert der eingesetzten
Arbeitszeit, also als Maß der Wertschöpfungsfähigkeit dieser
Arbeitszeit angesehen werden kann.
Und in diese Leistungsfähigkeit muss investiert werden, noch
und nöcher, und darüberhinaus das hier in den letzten 20 Jahren
im Wesentlichen durch die Zuwanderung Versäumte und Vernichtete
nachgeholt werden.
Dafür nimmt jede Generation Leiden in Kauf für Kinder und Zukunft.
Nicht aber für das sinn-, zweck- und orientierungslose Tun,
das jetzt angedacht zu sein scheint. Dabei mag bei berechtigtem
Zweifel der Wille zum Besseren durchaus vorhanden sein.
Wenn aber das Problem nicht verstanden oder nicht zur Kenntnis
genommen wird, dann geht das schief.
Und das ist jetzt die Befürchtung von jedermann und nur daraus
resultiert der Widerstand gegen die aktuelle Politik.
Der Kompromiß beim Zuwanderungsgesetz, so wie er bei mir
angekommen ist, scheint ein Schritt in die richtige Richtung
zu sein, wenngleich ich das noch nicht vollständig überblicke.
Er ist aber sicher noch zu wenig, weil Löcher geblieben sind,
und weil wir durch Unterlassungen der Außenpolitik im Begriffe
sind, durch Europa unsere Souveränität über weitere
entscheidende eigene Angelegenheiten zu verlieren.
Hinzu kommt noch Herrn Schröders unkalkulierbarer
Türkei-EU_Beitritts-Wahnsinn.
Wenn wir unterlassen, uns im Sinne des hier vorgestellten
Leistungsbegriffes weiterzuentwickeln, geschieht folgendes:
Aufgrund der Zunahme der Leistungsfähigkeit der
konkurrierenden Vokswirtschaften sinkt in ganz natürlicher
Weise der Wert unserer eigenen Arbeit unaufhaltsam. Wir
müßten also unsere Löhne unaufhaltsam nach unten entwickeln.
Aber egal, wieviel Zeit wir in der Produktion aufwenden,
egal wie billig wir uns verkaufen, ja selbst wenn wir noch
Geld mitbringen, die Werte die wir mit unserem Aufwand
schaffen, würden immer geringer und erlauben uns im
Endstadium nur noch zu sterben, nicht einmal in Würde.
Wir versuchen zur Zeit, die Effizienzsteigerungen der übrigen
Welt durch Masse auzugleichen nach dem Prinzip viel Arbeit
produziert auch viel und irgendjemand hat uns dazu die
Zuwanderung "verkauft".
Aber all diese Arbeit ist sehr ineffektiv, leistungsschwach,
und kann deshalb nur in die Katastrophe führen.
Und jetzt fordert gar schon Irgendjemand die 50-Stunden-Woche,
obwohl unsere Millionen Arbeitslosen immer noch nicht
in Arbeit und Brot sind.
Es steht aber noch ein weiteres Problem der laufenden
Leistungsminderung ins Haus. Aufgrund der vielen Menschen
hier in Deutschland ist eine gewisse Mindestausstattung an
Einkommen erforderlich, um hier gesund überleben zu können.
Die Einkommen lassen sich also nicht beliebig nach unten
entwickeln. Deshalb geraten also ohne Weiterentwicklung
unserer o. a. Leistungsfähigkeit immer mehr Menschen unter
die Armutsgrenze. Und das Problem löst sich selbst bei
grenzenloser Verarmung nicht. Die pekuniäre Verarmung wird
nur zunehmend von physischem Siechtum und Tod abgelöst werden.
Gleichzeitig wird der äußere Einfluß auf Deutschland
unvermeidlich und unaufhaltsam zunehmen bis zu seiner
Auflösung.
Die DDR ist auf gleiche Weise gescheitert:
Im ersten Schritt ideologische Verblödung.
Im zweiten Schritt unaufhaltsames Absinken der
volkswirtschaftlichen Leistungsfähigkeit
Im dritten Schritt Absicherung des Niedergangs durch die
geballte Staatsmacht gegen jede Vernunft, gegen jeden
Widerstand.
Es gibt jedoch einen gravierenden Unterschied zu unserer
Situation:
Die DDR hatte jemanden, der sich ihrer angenommen hat.
Das ist das Deutschland des Jahres 2004.
Argument:
"Das Gegenteil ist wahr. Je niedriger die Löhne, desto mehr
Investitionen lohnen sich. Dies ist einer der
Fundamentalzusammenhänge der Volkswirtschaft. Deutschland
hat trotz einer gewissen Senkung der Zunahme der Löhne in
den letzten Jahren immer noch das höchste Lohnniveau der Welt
nach Norwegen. Auch deswegen wird so wenig investiert."
Erwiderung:
08.07.2004, Erich Paus
Zunächst zum 3. Satz: Die volkswirtschaftliche Fixierung
auf das Lohnniveau ist falsch, denn das Lohnniveau ist ein
Interesse der vereinten Betriebswirtschaft. Sie läuft dem
übergeordneten Interesse der Volkswirtschaft mit ihrem Anspruch
an eine herausragende und dauerhafte volkswirtschaftliche
Leistungsfähigkeit, wie oben dargelegt, zuwider. In einer
leistungsfähigen Volkswirtschaft sind hohe Einkommen
unvermeidbar und die Leistungkraft ermöglicht und rechtfertigt
diese und die Preise bleiben dabei dennoch niedrig oder
sinken sogar. Ohne Not in diesem Zusammenhang an den Löhnen
und Einkommen herumzubasteln hat mehr mit Plünderei zu tun
als mit Wirtschaftspolitik oder Volkswirtschaft.
Während meiner Tätigkeit bei Krupp in der Widia-Fabrik in
Essen 1970 lagen die Reallöhne 70 % über den Tariflöhnen,
heute liegen sie etwa gleichauf und diskutiert wird z. Zt.
darüber, ob man ihnen nicht erlauben sollte, auch darunter
zu fallen.
Der Gleichschritt mit den sonstigen Niedergangssymptomen
fällt ins Auge.
Die Sätze 1. und 2. repräsentieren die Argumente der
Wirtschaftsverbände.
Diese haben jedoch den Auftrag, die Interessen der
Wirtschaftsbetriebe zu vertreten und die entsprechende
Argumentation bereitzustellen. Das Problem dabei:
Wirtschaftsbetriebe müssen Gewinne erwirtschaften. Darauf
haben sie sich zu konzentrieren und diese Konzentration
erlaubt keine Ablenkung durch die in durchaus natürlicher Weise
gegensätzlichen Interessen einer Nation. Die Interessensverbände
der Wirtschaft sind dazu da, diese Interessen der Wirtschaft
zu bedienen.
Die Wirtschaftsweisen und damit die Wirtschaftspolitik sind
jedoch gemäß ihrem Auftrag verpflichtet im Interesse der
Volkswirtschaft zu denken, also im Interesse des Ganzen, im
Interesse der Nation.
Die Probleme der vereinigten Betriebswirtschaft müssen und
dürfen dabei nur insoweit berücksichtigt werden, als ihre
Lösung unsere Volkswirtschaft leistungsfähiger im obigen Sinne
macht und damit konkurrenzfähiger gegenüber anderen
Volkswirtschaften.
Niedriglöhne mit begleitenden hohen Gewinnaussichten erzeugen
zwar den Anreiz in Produktionsstätten zu investieren, aber
keinen Anreiz, sie auch mit höchster volkswirtschaftlicher
Effizienz bzw. Leistungsfähigkeit im obigen Sinne auszustatten.
Dieses kann nur durch optimal hohe Löhne erzwungen und
aufrechterhalten werden, nämlich weil diese erst durch
hochwertige leistungsfähige Werkzeuge und Maschinen
betriebswirtschaftlich effektiv werden können. Hierbei ist
das Einkommenswachstum sicherlich durch das Maximalwachstum
des Betriebes oder der Volkswirtschaft in irgendeiner Weise
nach oben beschränkt. Aber eine künstliche zusätzliche
Beschränkung oder Senkung führt zu einer entsprechenden
Verringerung der volkswirtschaftlichen Leistungsfähigkeit
und damit der internationalen Konkurrenzfähigkeit.
Eine Überhöhung der Einkommen über die natürliche
Wachstumsfähigkeit hinaus ist ebenfalls unzulässig.
Betriebswirtschaftlich führt es zum Verlust der
Konkurrenzfähigkeit und evtl. Pleite, volkswirtschaftlich
führt es zu erhöhter Inflation. Hier scheint ein Optimum
zu existieren. Die Politik müßte ein
System, eine Struktur, ein Verfahren bereitstellen, das die
Einkommensentwicklung selbstregelnd optimal an die
volkswirtschaftlichen Notwendigkeiten als auch an die
betriebswirtschaftlichen Möglichkeiten anpaßt:
soviel wie möglich in Bezug auf unsere volkswirtschaftliche
Leistungsfähigkeit, aber sowenig wie nötig in Bezug auf
betriebliche Gegebenheiten. Es gibt da offensichtlich ein
Optimum. Hier besteht Forschungsbedarf.
Mehr Gestaltungsraum für den einzelnen Betrieb ist in diesem
Zusammenhang wünschenswert, weil er die Anpassungsfähigkeit
der gesamten Volkswirtschaft steigert. Dieser Gestaltungsraum
muss aber von der Volkswirtschaftspolitik mit einer Sperre
gegen Billiglohnstrategie versehen werden. Da ließen sich
vielleicht auch die Gewerkschaften zweckgerecht einbinden:
Weg von Zuwanderungs-, Frauenpolitik und sonstigem
gefährlichen Blödsinn, hin zu echter Auseinandersetzung mit
Betriebswirtschaft, Volkswirtschaft, und dem Wohlergehen
ihrer Klientel, und, via Leistungsfähigkeit der Volkswirtschaft,
von uns allen. Ihr Tätigkeitzweck sollte per Gesetz oder eigene
Selbstbeschränkung darauf festgeschrieben werden.
Jedes Jahr könnten dann z. B. Staat, Wirtschaftsverbände und
Gewerkschaften das Optimum der Einkommenszuwächse ausdiskutieren.
Vielleicht gibt es aber auch einfachere optimalere
selbststeuernde und selbstoptimierende Verfahren.
Billiglohnbetriebe jedenfalls sind volkswirtschaftlich schädlich.
Eine Hochzivilisation darf sie nicht erlauben.
Die Strafe bei Zuwiderhandlung ist Niedergang.
Niedrige Löhne verleiten die Wirtschaft konsequent dazu,
Investitionen in Leistungssteigerungen zu unterlassen.
Das Verhältnis von Ertrag zu Löhnen sieht zwar trotzdem
nach Effizienz und Effizienzsteigerung aus, es sind aber
nur Erträge, die aus unterlassenen Investitionen und
vermiedenen Einkommen(ssteigerungen) der Beschäftigten
stammen, nicht aus einer gesteigerten Wirksamkeit des
investierten Kapitals, der vorhandenen Werkzeuge.
Volkswirtschaftlich ist das ein Nullsummenspiel: die
Gewinne des einen Teils sind die Verluste des anderen.
Wenn das Fehlende zum Leben dann noch aus irgendwelchen
Sozialtöpfen bereitgestellt wird, dann sind die Gewinne
solcher Betriebe sogar zusätzlich aus den Sozialkassen
finanziert, wiederum ein volkswirtschaftliches Nullsummenspiel,
sogar mit noch höherem Umsatz. Da bei uns die Sozialkassen
aber mittlerweile über Schulden finanziert werden, für die
das Vermögen unserer Kinder verpfändet wird, stammt ein Teil
der Gewinne solcher Betriebe zuguterletzt aus den Taschen
unserer Kinder. Damit ist dieses Nullsummenspiel auf die
Spitze getrieben.
Schlimm ist dabei aber folgender Zusammenhang, der auch die
wesentliche Ursache des Niedergangs Deutschlands ist:
Die Volkswirtschaft fällt insgesamt gegenüber anderen
Volkswirtschaften, die sich derartigem Unsinn verschließen,
zurück, wegen der nicht-Investition in leistungsfähigere
Werkzeuge. Die betriebswirtschaftlichen Gewinne mögen in
all den verschiedenen Fällen gleich sein, aber die
Leistungs- und Wertschöpfungsfähigkeit der einzelnen
Beschäftigten ist in den letzteren Fällen geringer mit den
dazugehörenden Auswirkungen auf die Leistungsfähigkeit der
Volkswirtschaft.
Wir sollten uns hier und jetzt ganz deutlich bewußt machen:
Wir sind technologisch nirgendwo mehr Spitze.
Und wir fallen laufend weiter zurück.
Im Extremfall wird der Mensch selbst als Maschine benutzt,
bei Wegfall jeglicher Technologie und damit frei vom Wesen
einer Hochzivilisation.
So aber sieht die Zivilisation einer 3.-Welt-Nation aus.
Die Interessen der Nation werden durch das Staatssystem,
den Staat, wahrgenommen. Und Staat und Politik haben die
Aufgabe, die Leistungsfähigkeit der Nation im Auge zu
behalten, wie immer die ganz natürlichen
Gewinnmaximierungsinteressen der Wirtschaftsunternehmen
aussehen, wie sehr sie auch wehklagen und wie sehr sie auch
in ganz natürlicher Weise mit Hilfe der Lobbytätigkeit ihrer
Verbände jede einschränkende Bedingung auszuhebeln versuchen.
Aushebeln dürfen, ja, sollen sie alles, was die
volkswirtschaftliche Leistungsfähigkeit mindert. Sie dürfen
aber nichts aushebeln, was die Volkswirtschaft vor der
Entwicklung zu einem Nullsummenspiel bewahrt.
Insbesondere hat deshalb die Politik alle Arbeit zu verbieten,
die ihren Mann nicht ernährt, und die deshalb aus
Sozialkassen subventioniert werden müßte. Im Falle von
ausländischen Unternehmen findet dann die Subvention des
Auslands aus der deutschen Staatskasse statt. Überhaupt
kann eine solche Politik nur durch das Interesse ausländischer
Unternehmen bzw. Nationen gerechtfertigt werden.
Diese Profitieren als einzige davon.
Hat ein Betrieb die Möglichkeit mit Niedriglöhnen Gewinne zu
erwirtschaften, dann wird er sie auch nutzen. So funktionieren
Betriebe halt. Das ist einfach so. Das muss auch so sein.
Das darf aus Effizienzgründen nicht anders sein. Das darf
sogar aus volkswirtschaftlichen Effizienzgründen nicht anders
sein. Trotz der hier innewohnenden Paradoxie.
Aber volkswirtschaftlich muss von der Politik in Richtung
höherer technologischer Weiterentwicklung gesteuert werden.
Die Gewinne der Wirtschaft sind dann natürlich geringer, der
Aufwand höher. Aber unsere Volkswirtschaft bleibt leistungs-
und damit dauerhaft konkurrenzfähig gegenüber den anderen
Volkswirtschaften. Daraus schöpften wir unseren Wohlstand
in der Vergangenheit und ich hoffe, auch wieder in der Zukunft.
Sonst Gnade uns allen Gott.
Die aufgelaufenen Zustände und Probleme sind jedenfalls
jetzt schon beängstigend.
Und diese Entwicklung läuft so bereits seit 20 Jahren.
Die bereits eingetretenen gewaltigen Schäden müssen
zusätzlich beseitigt werden.
Die betriebswirtschaftlichen Aspekte müssen also sauber
gegen die volkswirtschaftlichen Aspekte abgegrenzt bleiben.
Die Leistungsfähigkeit der Nation gibt der Gewinnmaximierung
der Wirtschaftsunternehmen die Bedingungen vor:
zum Wohle des deutschen Volkes, nicht auf seine Kosten.
Und nicht nur für heute, sondern für alle Zukunft.
Und deshalb können Herrn Schröders volkswirtschaftliche
Probleme nicht mit den betriebswirtschaftlichen Konzepten von
Herrn Hartz gelöst werden. Herr Schröder muss für das Ganze
denken. Herr Hartz muss für die Wirtschaft denken, insbesondere
für VW. Beide sind, wie sich jetzt zeigt, nicht fähig für das
jeweils andere zu denken. Nicht weil sie dumm sind, sondern
weil man nicht zwei gegensätzliche Interessen mit einem Hirn
verfolgen kann. Das wäre zuviel verlangt. Das geht nie.
Immer leidet etwas dabei. Vor allem dann, wenn man die
volkswirtschaftlichen Aspekte nicht von den
betriebswirtschaftlichen zu unterscheiden vermag, wenn man
also die vereinigte Betriebswirtschaft schon für Volkswirtschaft
hält.
In diesem Fall leidet Deutschland.
Herr Hartz als Volkswirtschaftler kann nur misslingen.
Herr Schröder als Wirtschaftslobbyist ebenfalls.
Herr Hartz hat sich bemüht.
Herr Schröder jedoch hatte seine Arbeit auf Herrn Hartz
abgewälzt.
Herr Hartz hätte seinen Auftrag an Herrn Schröder
zurückverweisen müssen, oder besser, gar nicht annehmen dürfen.
Aber dazu war er wohl zu sehr Betriebswirtschaftler.
Zusammenfassend gilt:
Es sind zwei völlig legitime aber durchaus gegensätzliche
Interessen unter einen Hut zu bringen:
1. Das Gewinnstreben und die Gewinnmaximierung der Unternehmen.
Dies ist für die Bereitstellung der volkswirtschaftlichen
Effizienz unabdingbar.
2. Der Erhalt der volkswirtschaftlichen Leistungsfähigkeit;
Diese muss für die Wirtschaft zu Vorgaben, Bedingungen und
Einschränkungen führen, damit
ihre betriebswirtschaftlichen Gewinne
- immer nur einher gehen dürfen mit gleichzeitiger Erhöhung
der volkswirtschaftlichen Leistungsfähigkeit.
- niemals einhergehen dürfen unter Praktizierung eines
volkswirtschaftlichen Nullsummenspiels
Diese Paradoxie ist von der Politik aufzulösen.
Dafür wird sie bezahlt.
Und das geht: Das zeigen die anderen Volkswirtschaften.
Das geht gut: Das sieht man an unserer eigenen Volkswirtschaft
in der Vergangenheit.
Das geht gut mit der Steuerungsgröße, wie ich sie hier
umrissen habe.
Niedriglohnpolitik führt zu technologischem und damit
zivilisatorischem Niedergang, denn hohe, oder besser,
optimal hohe Lohnkosten erzwingen Investitionen zum Erhalt
der Produktivität, während Niedriglöhne selbst bei relativ
geringerer Produktivität Gewinne ermöglichen. Die hohen
Gewinnaussichten bei niedrigen Löhnen erzeugen zwar den
Anreiz Produktionsstätten einzurichten, aber nicht solche
mit höchster volkswirtschaftlicher Effizienz. Die Wirkung
einer Wirtschaftspolitik der Billiglöhne ist die
Transformation einer Volkswirtschaft in ein Nullsummenspiel.
Die Gewinne stammen nicht aus einer höheren Wirksamkeit der
Werkzeuge, sondern
1. aus vermiedenen Investitionen
2. aus vermiedenen Einkommen
3. aus vermiedenen Einkommenszuwächsen
4. aus Sozialkassen, wenn die Niedrigeinkommen von dort
subventioniert werden,
5. aus den Taschen unserer Kinder, wenn die Sozialkassen
auch noch über Schulden finanziert werden.
oder
1. aus vermiedenen Investitionen
2. aus vermiedenen Einkommen durch Frühverrentung teurer
älterer Mitarbeiter und Einstellung von Billigkräften
3. aus vermiedener Bedienung der Renten-, Kranken- und
Arbeitlosenversicherungskassen durch Billigkräfte
4. aus Rentenkassen, weil von dort Frührentner finanziert werden
5. aus Staats-, Landes- und Kommunalkassen, wenn die Frührenten
von dort subventioniert werden,
6. aus den Taschen unserer Kinder, wenn die Staats-, Landes-
und Kommunalkassen über Schulden finanziert werden.
Die betriebswirtschaftlichen Gewinne mögen in den verschiedenen
Fällen gleich sein aber die durchschnittliche Leistungs- und
Wertschöpfungsfähigkeit des einzelnen Mitarbeiters und der
gesamten Volkswirtschaft fällt zurück. Man wird ärmer. Man
muss mehr arbeiten. Im Extremfall wird der Mensch selbst als
Maschine benutzt. Technologie entfällt dann fast ganz und
damit in gleichem Maße das Wesen einer Hochzivilisation.
Auf diese Weise entwickelt man sich zum Entwicklungsland.
Es ist der Weg in den Untergang.
Z. Zt. wird die ganze Misere noch verdeckt durch die
Möglichkeit, Schulden aufzunehmen. Aber der Grad unserer
Verschuldung hat auch diesen Spielraum mittlerweile dramatisch
eingeschränkt.
Erste Maßnahmen:
Arbeit muss ihren Mann ernähren. Andernfalls ist sie nicht
wert, getan zu werden.
Arbeit, die ihren Mann nicht ernährt, also subventioniert
werden müßte, ist bei Strafe zu verbieten.
Alle direkten und indirekten Subventionen von Arbeit sind
trotz des gigantischen Problems, das die Zuwanderung hier
geschaffen hat, unverzüglich einzustellen. Es gibt keine
Alternative.
Die vereinigte Betriebswirtschaft muss daran gehindert werden,
in Deutschland Billigarbeitsplätze einzurichten.
Solange hier in Deutschland Arbeitsplätze fehlen, muß die
vereinigte Betriebswirtschaft daran gehindert werden, im
Ausland zu investieren, i. a. in Billigarbeitsplätze;
Auslandsinvestitionen sind in diesem Zusammenhang wie Gewinne
des Auslands mit dem maximalen Kapitalertragssteuersatz zu
belegen.
Werte die ins Ausland transferiert werden, müssen als Gewinne
des Auslands, dieses gewissermaßen als Person aufgefaßt, mit
dem maximalen Kapitalertragssteuersatz belegt werden.
Die versteckte Gewinnabführung ausländischer Unternehmen
muß durch geeignete Maßnahmen unterbunden werden.
Für die Beschäftigung muß das Lokalitätsprinzip eingeführt
werden. Erst müssen alle Deutschen in Arbeit und Brot sein.
bevor ausgeholfen werden darf.
Aber auch dann darf nicht mit Zuwanderern ausgeholfen werden.
Stattdessen sind Werkzeuge und Maschinen leistungsfähiger
zu machen, um die Arbeit zu schaffen. Dies ist überhaupt
der Angelpunkt der ganzen Volkswirtschaft. Also auch hier
Steigerung der Leistungsfähigkeit, statt Steigerung der
Arbeitszeit mit Hilfe von Zuwanderern. Oder kurz:
Mit weniger Menschen mehr schaffen als mit mehr weniger.
Unsere gesamte Volkswirtschaft ist auf notwendige Maßnahmen
dieser Art und Handlungsbedarf zu durchleuchten. Dieses muß
von deutschen Unternehmen bewerkstelligt werden.
Alle Politik und alle Volkswirtschaft ist darauf auszurichten.
Alle Teile unserer Nation sind darauf einzustimmen.
Dann kann Herzogs "Ruck" gelingen.
Sogar dann, wenn er etwas anderes gemeint haben sollte.
Argument:
"Den Beamten kann man keine Beiträge aufbürden, weil ihre
Nettoeinkommen bereits mit den Nettoeinkommen der
Privatwirtschaft konkurrieren. Die Bruttoeinkommen der
Beamten sind niedriger als die vergleichbarer Positionen
in der privaten Wirtschaft. Außerdem sind die
Beamtengehälter in den letzten Jahrzehnten langsamer
gestiegen als die Gehälter in der Privatwirtschaft.
Die Schere hat sich sogar vergrößert."
Erwiderung:
08.07.2004, Erich Paus
Den Beamten kann man aufgrund des geldwerten Vorteils der
Unkündbarkeit durchaus einige Belastungen aufbürden. Nicht
zuletzt deshalb, weil sie trotz dieser sozialen Absicherung
sowenig dazu beigetragen haben, den Niedergang Deutschlands
zu verhindern. Auch aus Gründen der Gerechtigkeit wäre ein
Kürzertreten gerechtfertigt: Millionen anderer tun es bereits.
Ich sage es einmal ganz drastisch:
Der Aufstieg Preußens und damit des zweiten deutschen Reiches
geschah durch eine bitterarme Beamtenelite in einem Volk von
Analphabeten, während heute Deutschland mit einen
wohlständigen Beamtenpöbel, ausgestattet mit einem sagenhaften
Informationsangebot, zugrunde geht.
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